Die vermutliche Entstehung des Dartsports Die Geburtsstunde des Dartspiel´s war vor mehreren Jarhunderten in England. Ein Bogenschütze suchte für die kalte Winterzeit nach einem Sport, dem er in den eigenen 4 Wänden nachgehen konnte. Der findige Schütze kürzte seine Pfeile, zog sich in die Behaglichkeit seinesHeimes zurück und begann die nunmehr kurzen Pfeile gegen eine Holzscheibe zu werfen.Aus der englischen Heimat wanderte das Dartspiel in alle Länder des britischen Weltreichs. Mit derGründung der "National Dart Association" im Jahre 1924 fand die Wende vom freundlichen Kneipenspielzum preisgelddotierten Massensport statt. In den folgenden Jahren, unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg, fand der Dartsport Millionen von Anhängern. Heutzutage spielen über 8 Millionen Einwohner Großbritanniens Dart. Superstar´s wie Dennis Priestley, John Lowe und Bob Anderson erziehlen Einschaltquoten, von denen mancher Fernsehmoderator nur träumen kann. Leise und von vielen unbemerkt, hat sich seit einigen Jahren neben dem klassischen Dartspiel eine neue Variante, das Soft Tip Dart, entwickelt. Mit den Soft Tip Darts werden sogenannte Electronic Boards bespielt, die elektronisch Ergebnis und Spielstand erfassen und festhalten. Die hierfür verwendeten Dart´s sind zwischen 10-18 g schwer und haben eine abschraubbare Kunststoffspitze (Soft Tip). Mittlerweile gibt es in Deutschland mit Sicherheit ebenso viele Soft Tip Darter wie Anhänger des klassischen Dartsports Darttechnik 1.) Wie soll ich mich hinstellen? Ideal ist es, sich in direkter Linie vor die Scheibe zu stellen (sonst ist die Optik verzerrt). Ein Rechtshänder stellt das rechte Bein, ein Linkshänder das linke Bein vor und belastet es bequem. Das jeweils andere Bein bleibt fest am Boden. Wichtig ist ein stabiler Stand bei leichter Vorlage. Während des Abwurfes immer ruhig stehen bleiben. 2.) Wie soll der Dart gehalten werden? Der optimale Griff ist in erster Linie reine Gefühlssache. Dabei sollte der Pfeil mindestens mit drei Fingern - nicht verkrampft, aber auch nicht zu locker - gehalten werden. Der Daumen liegt etwa im Schwerpunkt des 'Barrels'. Dadurch wird die Richtung des Pfeils während des Abwurfes stabilisiert. 3.) Zielen? Wie denn? Entscheidend ist, sich direkt auf den Punkt zu konzentrieren, den man treffen will, z.B. das Bull's Eye oder die Triple Zwanzig. Durch ständiges Üben wird so der Abwurf automatisiert und die Treffsicherheit erhöht. Ein direktes Zielen über den Pfeil hinweg (ähnlich einem Gewehr mit Kimme und Korn) ist aber bei Darts nicht möglich. 4.) Der Wurf Die Bewegung für den richtigen Abwurf kommt aus dem Unterarm und aus dem Handgelenk. Der Körper bleibt dabei, wie unter Punkt 1 beschrieben, ruhig stehen. Die Hand folgt dem Pfeil und wird anschließend ganz durchgestreckt. Die Wurfbewegung muß also immer voll zu Ende geführt werden. 5.) Vor einem Wettkampf Wichtig ist es, vor einem entscheidenden Wettkampf ruhig zu werden und sich ganz auf das bevorstehende Spiel einzustellen. Dazu braucht Ihr einen möglichst ruhigen Platz. Geht entweder ein paar Minuten spazieren oder setzt Euch irgendwo hin und schließt die Augen. Denkt dabei fest an Euer Ziel, das Ihr erreichen wollt. Direkt vor dem Turnier beginnt das Aufwärmtraining. Vor allem die Arm-Muskulatur muß gut durchblutet sein. Am besten leichtes Armkreisen abwechselnd mit Stretching. Jetzt sucht Euch ein Board, an dem Ihr alleine spielen könnt. Werft Euch dann locker ein. Denn am Anfang neigt man schnell dazu, sich zu verkrampfen. Spielt deshalb wirklich allein und konzentriert Euch voll. So findet Ihr schneller Euren Rhythmus und werdet treffsicherer. Spielt anschließend konzentriert zwei oder drei Runden Cricket oder 501 und übt nochmals die Double-Segmente. Dann seid Ihr optimal gerüstet für's Turnier. Das Dartboard Das Board wird in einer Höhe 'Mitte' Bull von 1,73m aufgehängt. Die Entfernung von Vorderkante Board zur Wurflinie (Oche) beträgt 2,37m. Beim E-Dart (Löwen) wird teilweise auch von einer Entfernung von 2,44m gespielt. Wenn ihr hinter die Scheibe ein Stück Teppich klebt wird das Auftreffen der Pfeile deutlich abgedämpft. Spielvarianten Wie zähle ich beim Dart? Das Board ist in 20 gleichgrosse Tortenstücke eingeteilt. Ausserdem befinden sich in seiner Mitte zwei kreisrunde Flächen. Zu jedem dieser Tortenstücke gehört eine Zahl, die ausserhalb des Feldes in dem schwarzen Bereich angebracht ist. Jedes Tortenstück hat somit einen Wert. Ein Treffer in eines der beiden grossen Single-Felder eines Tortenstückes zählt den einfachen Wert des Segments. Ein Treffer in den äusseren schmalen Double-Ring zählt das doppelte des Segment-Wertes. Ein Treffer in den inneren Treble-Ring zählt das dreifache des Wertes des Segmentes. Der innere Kreis, das Bulls-Eye zählt 50 Punkte, der etwas grössere Kreis, das Outer, bzw. Half Bull zählt 25 Punkte (siehe Dartboard). Spielvarianten 301/501/701 Einfach out Für jeden Spieler sind 301/501/701 Punkte vorgegeben. Die Punkte werden abgeworfen. Wer zuerst "0" erreicht, hat gewonnen. Wird die "0" unterschritten, wird dieser Wurf nicht gewertet. Der Spieler versucht dann in der nächsten Runde auf genau die Punktzahl zu kommen die er übrig hat.. Double in Der Spieler muß, um das Spiel eröffnen zu können, den äußersten Doppelring oder die Mitte des "Bull's Eye" treffen. Double out Der Spieler muß mit einem Treffer in den Doppelring oder in die Mitte des "Bull's Eye" sein Spiel mit genau "0" beenden. Double in / Double out Dies ist eine Kombination der beiden Spielvarianten. Masters out Der Spieler muß, genau wie bei Double out, sein Spiel mit genau "0" beenden, nur daß er bei Masters out auch noch den Dreifachring zum Finish benutzen kann. Leage Diese Variante kann mit oder ohne eine der anderen Zusatzvarianten mit vier Spielern gespielt werden. Spieler 1 und Spieler 3 bilden Team A; Spieler 2 und Spieler 4 Team B. Ein Spieler kann das Spiel nur beenden, wenn sein Mitspieler weniger Punkte hat als beide gegnerischen Spieler zusammen. Sollte die Mannschaft mit dem höheren Punktestand durch einen Pfeilwurf den Punktestand "0" erreichen, wird dies als Fehlwurf gewertet und der Spieler erhält den Ausgangspunktestand zurück. 2. Cricket Einfach-Cricket In maximal zwanzig Runden müssen die Felder "20", "19", "18", "17", "16", "15" und "Bull's Eye" mit je drei Pfeilen getroffen worden sein. Alle anderen Zahlen zählen nicht. Wer sein Feld bereits dreimal getroffen hat, kann auf diesem Feld "Punkten", solange die anderen Mitspieler diese Feld nicht dreimal getroffen haben. Minus-Cricket Wie Cricket, allerdings gibt es beim "Punkten" keine Punkte für den Spieler, sondern für alle anderen Spieler, die das Feld noch nicht dreimal getroffen haben. Verloren hat, wer die meisten (Minus) Punkte hat. Cricket-Leage Spielvariante für 4 Spieler, bei der die Spieler 1 und 3 Team A und die Spieler 2 und 4 Team B bilden. Wird wie Cricket gespielt, nur daß auf den Zahlenfeldern erst gepunktet werden kann, wenn beide Spieler das betreffende Zahlenfeld dreimal getroffen haben. Punkte können dann solange gewonnen werden, bis beide Gegenspieler komplettiert haben, also ebenfalls das Feld dreimal getroffen haben. Gewonnen hat das Team, das die höhere gemeinsame Punktzahl hat. Minus Cricket-Leage Wie Cricket-Leage, allerdings gibt es keine Punkte für das Team, sondern "Minus" Punkte für die Gegenmannschaft. Es gewinnt das Team mit den wenigsten Punkten. Cricket Cut Throat Wird wie Cricket gespielt, jedoch mit der Ausnahme, daß Punkte zum Mitspieler aufgezählt werden. Es gewinnt der Spieler mit den wenigsten Punkten. Cricket MARK 21 Wird ebenfalls wie Cricket gespielt, jedoch ohne Punktezählung. Es gewinnt der Spieler, der als erster alle Zahlenreihen komplettiert hat. Man wählt diese Spielvariante durch Drücken (und Halten) der Taste Cricket, bis die 21 im Display "Punktewertung" erscheint. 3. Shanghai Jeder Spieler hat drei Pfeile und sieben Durchgänge zur Verfügung. Es muß mit dem ersten Pfeil die "1", mit dem zweiten Peil die "2" usw. bis hinauf zur "20" getroffen werden. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl hat gewonnen. Ein "Shanghai" erreicht man, wenn erstens im Durchgang die geforderten Zahlen getroffen werden und zweitens zugleich jeder einzelne, aufeinanderfolgende Pfeil einen unterschiedlichen Wertungsbereich getroffen hat: Single/Double/Treble - wobei die Reihenfolge keine Rolle spielt. Fachbegriffe Aus-checken: ein Dartspiel regulär beenden Barrel: der Körper/das Gewicht des Dart-Pfeils BDO: British Darts Organisation Bed: zu wertendes Feld des Dart-Boards Best of 3 (5): Gewinner ist, wer die meisten von 3 (5) Spielen gewonnen hat. Board: die Dart-Scheibe Bristle Board: Dart-Scheibe, die aus Sisalfasern gefertigt ist. Bull: runder Bereich um das Bull´s Eye (grün), Wert: 25 Punkte Bull´s Eye: Mittelpunkt der Dartscheibe (rot) Wert: 50 Punkte Bust: Wenn mehr Punkte als erforderlich geworfen wurden, bzw. die Restpunktzahl so hoch ist, daß sie nicht mehr regulär geworfen werden kann (z.B. Rest 1 bei Double-out) Check-out: Der zum Beenden des Spiels führende Wurf Dart: der Pfeil DDV: Deutscher Dart Verband Double/Doppel: Der äußere Ring des Dart-Boards (doppelte Wertung) Double in: Das Spiel muß mit einem Double begonnen weren, um Punkte erzielen zu können. Double out: Das Spiel muß mit einem Double beendet werden. Fehler: ein Dart, der ausserhalb des Wertungsbereichs als Übungswurf für ein Double geworfen wird. Finish: letzte Wurfserie aus max. 3 Darts, die zur regulären Beendigung des Spiels führt. Flight: Plastik-Federn am Ende des Darts, die zur Stabilisierung dienen Frühstück: (vom engl. breakfast) 26 Punkte Wurf (klassisch:  5,20,1 - Die Bezeichnung kommt vermutlich daher, weil seinerzeit der  Standardpreis für ein Frühstück in einem Pub 26 Pence betrug) Good Darts: ...wird gewünscht beim Spielstart, oder einem besonders gelungenen Wurf High Finish: ein Finish, welches mit mehr als 100 Punkten das Spiel beendet Hockey: Abwurflinie K.O.-System: wer ein Spiel verliert, scheidet aus Leg: ein Spiel (z.B.: bei "best of 5" werden max. 5 legs gespielt) Mad House: so wird das Feld "Double 1" auch genannt Oche: Abwurflinie Open: Ein für jedermann "offenes" Turnier, jeder kann teilnehmen. Point: Spitze des Dart-Pfeils Satz /set: mehere legs ergeben einen Satz Score: Punktewertung Score board: hier werden die Punkte notiert Shaft: Schaft des Dart-Pfeils Short leg: ein leg, welches mit 18 oder weniger Pfeilen beendet wird. Soft-Tip: Dartspitze aus Kunststoff, die für Elektronik-Dart benötigt wird Tonne: ein Wurf mit 100 Punkten Tops: ist die Doppel 20 Tripple /Treble: Feld auf dem Board mit dreifacher Wertung Wurf: Drei zu werfende Pfeile ergeben einen zu wertenden Wurf